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Dys/Utopische Räume: Transmigrieren, Durchqueeren

 

Internationale Tagung (D/EN)

 

Der Begriff des Que[e]rens beinhaltet das Überschreiten kategorialer Grenzen, ohne dabei aber den Blick auf intersektionelle und heteronormative Machtverhältnisse zu verlieren, die soziale Räume real strukturieren. Transmigrieren bezeichnet Praktiken, die sich einerseits auf unterschiedliche Mobilitäts- und Kommunikationserfahrungen und andererseits auf die Pluralität von Subjektpositionen beziehen, die sich in Auseinandersetzung mit pluralen Lebenswelten in Bewegung befinden. Unterschiedliche Praktiken des Überschreitens sollen auf ihr Potential hin befragt werden, verschiedene Räume (subversive, marginale, heterotope, anti/gegen/hegemoniale, utopische oder dystopische) zu produzieren, sie zu durchque[e]ren oder (kommunikative) Verbindungen zwischen ihnen herzustellen.  

Verschiedene Praktiken in transnationalen Räumen sollen auf ihr Potential hin befragt werden, dys/utopische Räume zu produzieren. In der Tagung wird der Frage nachgegangen, wie ein Durchqueren subversiver, marginaler, heterotoper, gegen/hegemonialer, dys/utopischer Räume aussehen könnte.  Selbstkritisch reflektieren wir, was die Rolle der Wissenschaft aus einer postkolonialen, feministisch-queeren Perspektive ist. Welchen Beitrag können wir leisten, welche Konzepte produktiv machen?      

 

Programm (Flyer):  

Fr 19/06/2015 19:00 Maria do Mar Castro Varela: Gescheiterte Utopien. Transmigration und die Unmöglichkeit von Hoffnung 
Ort: C3, Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Wien, Alois-Wagner-Saal  

Moderation: Sara de Jong  

Getränke & georgische Snacks (vegan + vegetarisch)      

 

Sa 20/06/2015 10:00 – 16:00 
Ort: Universität Wien, NIG, Universitätsstrasse 7, POWI 2. Stock, Se-Raum 1      

Wir bitten um Anmeldung bis 11/06/15 (begrenzte Plätze). Die Workshoptexte werden den Teilnehmer*innen vorab zugeschickt.          

10:00 Workshop (Trans)Migration und Utopie 
Mit Maria do Mar Castro Varela, Alice Salomon Hochschule (Berlin),  Katharina Maly & Nora Koller      

12:00 Kaffeepause & Netzwerken      

13:00 Workshop Theorie und Praxis: (scheinbare) Widersprüche produktiv machen? 
Mit Gergana Mineva, Perspektiven einer Selbstorganisation von Migrant_innen (maiz, Linz), Aleksandra Vedernjak-Barsegiani & Viktorija Ratkovíc      

15:00 Abschlussdiskussion 
Wie und für wen schreiben wir? Austausch über Strategien in der Dissertationsphase  

Die Organisatorinnen:
aleksandra.vedernjak@univie.ac.at
katharina.maly@univie.ac.at

 

 

Neuerscheinung: Gewalt und Handlungsmacht. Queer_Feministische Perspektiven

 

Feministische Interventionen gegen geschlechtsspezifische Gewalt führten in den letzten Jahrzehnten zu politisch-institutionellen Maßnahmen. Dieser Entwicklung steht eine wissenschaftliche Auseinandersetzung gegenüber, die ihren Blick zunehmend auf Handlungsmacht von Frauen richtet und die Debatte um queere sowie postkoloniale Sichtweisen erweitert. Die Autor_innen stellen sich der Frage, wie feministische Ansätze die vielgestaltigen Gewaltformen adäquat erfassen können.

Mehr Informationen und bestellbar unter:

http://www.campus.de/buecher/wissenschaft/politikwissenschaft/gewalt_und_handlungsmacht-4291.html

 

 

 

Neue Forschungsplattform

 

Das Initiativkolleg war auf drei Jahre befristet und ist zum März 2013 abgeschlossen worden. 

Aktuelle Informationen sind unter der neuen Forschungsplattform 

http://genderandagency.univie.ac.at abrufbar.

 

 

Univ. Prof. Dr. Birgit Sauer

Institut für Politikwissenschaft
Universitätsstr. 7
A-1010 Wien

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